Manchmal echt nicht einfach?!


Paartherapie, Paarberatung und Mediation

Für uns ist das Leben in Partnerschaft unser Mass aller Dinge.

Mensch-Sein: Eine Partnerschaft, egal in welcher Form ist die engste und damit umfassendse Möglichkeit des Zusammenlebens zweier Menschen. Damit auch die am tiefsten gehende Chance auf gegenseitige Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Kein anderer Mensch kommt uns so nah, teilt mit uns unsere innersten Geschehnisse.

Verliebtheit und Liebe: In unserer Kultur kommen zwei Menschen eher selten aus äußeren Zwängen zusammen. In der Regel ist es Liebe, oder zumindest am Anfang eine spezifische Art von Verwirrtheit genannt Verliebtheit. Wenn diese nachläßt, hat das Paar die Chance aus der Verliebtheit Liebe und Partnerschaft zu machen.

Vorbilder: Da wir die für diesen Prozess nötigen Kenntnisse nicht immer von unseren Eltern und oft auch nicht von anderen Vorbildern abschauen und lernen können, machen wir gerne Fehler. Wenn wir zu viele oder zu heftige Fehler machen, ist unsere Partnerschaft in Gefahr. Vielen Menschen erscheint es dann leichter und billiger auseinander zu gehen, aber spätestens beim zweiten Mal, oder wenn Kinder da sind, wird deutlich, dass Trennung keine Lösung ist.

Zeitpunkt der Paararbeit: Meist kommen die Paare erst recht spät zu uns in die Praxis.

Das macht die Arbeit komplizierter, als wenn noch nicht so viele belastende Situationen erlebt wurden.

Paararbeit:  Wann immer es uns möglich ist, stehen wir dem Paar zu zweit zur Verfügung. Das kostet Sie auch nicht mehr, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges dermaßen, dass wir nicht mehr darauf verzichten möchten. Auch wenn meine Frau im Prinzip diesselben psychologischen und menschlichen Ansichten vertritt wie ich, so schauen wir doch -geschlechtspezifisch und biografisch /persönlichkeits bedingt- von unterschiedlichen Standpunkten auf die Themen und Herausforderungen, die die Paare zu uns bringen und entwickeln so deutlich mehr Verständnis und Lösungsansätze, als jeder von uns alleine es kann.

(Außerdem ist sie die Klügere und Intuitivere von uns beiden. :-) )   

Deeskalation: Also geht es dann darum möglichst zu verhindern, dass weitere Streits weitere Verletzungen erzeugen, dann darum, die alten Wunden heilen zu lernen und dann -parallel dazu- partnerschaftstauglichere Denkweisen und Handlungsmuster zu erlernen, mit welchen sich die Partner miteinander wohlfühlen und ihre Sehnsucht nach einer guten Partnerschaft in Erfüllung gehen kann.

2 Persönlichkeiten: Wenn zwei Menschen sich in der Form einer Partnerschaft zusammentun, bringen sie sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit ein. Dazu gehören ihre Stärken, Fähigkeiten, verarbeitete Erfahrungen genauso, wie ihre Verletzungen und Schwächen.

Sehnsüchte, Wünsche und Erwartungen: Beide Partner wünschen sich selbstverständlich keine Verletzungen, keine Widerholungen unangenehmer Erfahrungen.

Wertesystem: Beide haben ein eigenes Wertesystem, was jedem von Beiden bedeutsam ist und was eher unwichtig.

Basisvariablen einer erfolgreichen Beziehung: Es scheint so zu sein, dass bereits das Einhalten einiger weniger wohl fundamentaler Prinzipien die Chance einer erfolgreichen Beziehung groß macht und so schlagen wir als Quintessenz vieler Diskussionen mit unseren Paaren folgende 6 Basics vor:

Ehrlichkeit vor sich selbst und dem Anderen.

Offenheit

Innere und äußere Treue

Das ernsthafte Bemühen, nichts zu tun, wovon man weiß, dass man damit dem anderen Schmerz zufügt.

Messen mit einerlei Mass.

Die Toleranz mit der Andersartigkeit des Anderen.

Und auf vielfältigen Wunsch unserer Klienten ein 7. Wert:

Verläßlichkeit

 

Weitere Hilfen können sein:

Den anderen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Ein gewisses Mass an Flexibilität, Neugierde und Spaß am Ausprobieren.

Die Fähigkeit, das Bemühen, die Welt ab und an mit den Augen des Anderen zu sehen.

 

Untreue und Affären: Ganz weit vorn steht im Wertesystem für die Menschen in aller Welt die Verlässlichkeit. Auch in Form von Treue. Trotzdem verstößt ein ziemlich hoher Prozentsatz von uns gegen diesen Wert, selbst wenn wir ihn für uns selbst in Anspruch nehmen, das heißt, wir selbst nicht wollen, dass unsere Partnerin unser Partner das tut, was wir selbst tun: Ihn betrügen. Logisch, dass diese Handlung für beide Partner eine enorme Belastung darstellt. Oft wird die Untreue des Partners als Trauma erlebt. Wir fühlen uns in unseren Grundannahmen und Grundfesten erschüttert, es zieht uns den Boden unter den Füssen weg. Es gibt Psychologen, die die Aufarbeitung und Bewältigung von Untreue nach der Bearbeitung von mangelnder Liebe und Zuneigung und der Belastung durch Alkoholismus als drittschwierigstes Thema ansehen.  

Therapiemöglichkeiten:  Es gibt gut erforschte und überprüfte Therapien. Es geht um das gegenseitige Verstehen und Verständnis der Partner, das Anerkennen der Verletztheit des Betrogenen ebenso wie das Sehen der Gründe für die Untreue. Wichtig ist hierbei nicht auf der Ebene gegenseitiger Vorwürfe stehen zu bleiben, sondern die tieferliegenden Motive sichtbar werden zu lassen, damit  eine Veränderung innerhalb der partnerschaftlichen Lebensweise möglich wird. Schließlich geht es um Wiedergutmachung und Vergebung und das Einüben der neuen partnerschaftlichen Umgangsweisen.

Trennung: Untersuchungen haben ergeben, dass sich dieses Vorgehen in der Regel als sehr wirksam erwiesen hat. Trotzdem kann sich bei der gemeinsamen Arbeit herausstellen, dass eine Trennung die einzige Möglichkeit ist, weitere gegenseitige Verletzungen zu verhindern.

Auffrischungs-Seminare: Des weiteren ist es wichtig, sich die geübten neuen Umgangsweisen immer wieder bewußt zu machen, in dem das Paar z.B. sogenannte Auffrischungs-Seminare besucht.

 Mediation:  Wenn klar ist, dass es wirklich keinen gemeinsamen Weg mehr gibt, trennen wir uns. Diese Trennung ist auf vielen Ebenen ein Abschied von einander und psychisch ein ebenso komplexer Prozess wie das Zueinanderfinden. Zumindest für die Menschen, die eine Wiederholung vermeiden möchten und aus der Trennung etwas für sich und ihre Zukunft lernen möchten. Trennung ist immer auch eine Niederlage, schließlich hatte man beim Zusammenkommen ein anderes Ziel , als die Trennung vor Augen. Und Trennung ist auch immer Enttäuschung.  In diesem Prozess gibt es beide Möglichkeiten: Nochmal richtig Schmerz zuzufügen und zu erleiden, oder viel für sich an Erkenntnissen zu erarbeiten.

Wir helfen dabei, das Beste aus einer Trennung zu machen, Fehler zu erkennen, sich weiterzuentwickeln und damit die Chance, dass der nächste Versuch auch wirklich zu einem Erfolg wird.